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Haben Sie VETO-Kompetenz? (#012)

Haben Sie VETO-Kompetenz? (#012)

Ein kleines Gedankenexperiment: Gehen Sie in Ihre Führungsrolle, sei das als Führungsperson, Lehrerin oder Vater. Stellen Sie sich vor, wie sie Ihrem Angestellten, ihrem Schüler oder ihrer Tochter einen Auftrag geben. Sie möchten, dass Ihr Gegenüber dies oder das für Sie macht. Sie erklären den Auftrag, den Zeitpunkt, das Wie. Und vom Gegenüber kommt ein klares und deutliches «Nein, das mache ich nicht! Punkt Basta».

Experiment fertig. Ich behaupte, dass Sie vielleicht bereits bei diesen Gedanken das Nein im Körper gespürt haben. Je nachdem müssen Sie auch kurz in eine vergangene Veto-Situation hineinspüren.

Solche Neins bringen die meisten von uns umgehend in eine kleinere oder grössere Not, machen uns unsicher. Sofort werden Stresshormone ausgeschüttet, der Blick verengt sich. Man möchte dieses unangenehme Gefühl möglichst schnell weghaben und reagiert dann oft wenig beziehungsförderlich mit autoritären Mustern. Der Zugang zu unseren Ressourcen ist blockiert.

Dahinter steckt die Angst, Macht und Autorität zu verlieren. Man muss um jeden Preis die Situation halten, darf das Gesicht nicht verlieren. Wo käme man hin. Ein Ergebnis unserer unbewussten autoritären Prägung.

Ganz anders die Botschaft, wenn man mit einem Nein auch cool und locker umgehen könnte. Ein Nein des Gegenübers keine körperlichen Auswirkungen mehr hätte. Man sich nicht aus der Ruhe bringen liesse. Standhaft bliebe, ohne sofort ins Manipulieren (Belohnen, Bestrafen, Beschuldigen, Beschämen) zu kommen. Seinen Weg weitergehen würde. Gleichwürdig bliebe. Wetten, der Einfluss wäre grösser und unsere persönliche Autorität sogar gewonnen.

Ein Veto könnte einem auch dazu inspirieren, den Auftrag zu hinterfragen oder vielleicht sogar loszulassen. Denn manchmal muss Mensch ja gar nicht „standhaft“ bleiben, sondern bekommt durch das Veto den wichtigen Hinweis, dass ich da gerade etwas wenig Sinnenhaftes von jemandem wollte, oder dass ich vielleicht (unbewusst) eine Grenze überschritten habe. In dem Fall kann das Veto auch eine Hilfestellung sein, um etwas Neues zu lernen oder auszuprobieren oder sich für die Perspektiven anderer zu öffnen. Also im guten Sinne vom eigenen Weg abzukommen.

Mit solchen Möglichkeiten wären wir VETO-kompetent. Wir würden mit einem «Nein» viel besser umgehen können. Würden dies auch nicht sofort als Angriff gegen uns und «die Ordnung» lesen. Wir hätten an uns und unseren «autoritären» Mustern gearbeitet und wären in solchen Situationen viel bewusster und präsenter. Wir hätten die innere Gewissheit, dass selbst ein Veto-Recht grundsätzlich die Kooperation verbessern oder erst ermöglichten würde.

Interesse geweckt? Im September startet die erste Veto-Weiterbildung in der Schweiz mit Maike Plath, Berlin, der Begründerin des Veto-Prinzips. Eine kreative und erprobte Form, die neue Autorität in den Körper zu bringen. Basierend auf der Statuslehre werden eigene autoritäre Prägungen aufgelöst und das ganze persönliche Führungsspektrum freigelegt. Das Ergebnis: Echte Präsenz und natürliche Autorität.

Informationen und Ausschreibung hier: